| Allgemeine News » Texas - Zwölf Tote bei Schießerei auf US-Militärbasis |
|
Texas - Zwölf Tote bei Schießerei auf US-Militärbasis
Bluttat in Texas: Bei einer Schießerei auf der US-Militärbasis Fort Hood sind zwölf Menschen gestorben - 31 Personen wurden verletzt. Die Täter waren Soldaten, einer von ihnen kam ums Leben. Der Standort zählt zu den größten Stützpunkten der US-Armee.

Foto: Google Maps

Foto: AP | Generalleutnant Cone: "Eine schreckliche Tragödie"
Washington - Bei einer Schießerei auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood bei Killeen in Texas sind nach Angaben des Pentagons zwölf Menschen getötet worden. Dies teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Washington mit. Die Schützen waren dem Kommandeur des Stützpunktes, Generalleutnant Robert Cone, zufolge Soldaten. Einer von ihnen sei getötet worden, zwei weitere seien festgenommen worden. Insgesamt seien 31 Menschen verletzt worden. "Eine schreckliche Tragödie", sagte Cone. Zunächst hatte ein Armeesprecher offiziell von sieben Todesopfern und zwölf Verletzten gesprochen. Bei dem getöteten Schützen handelte es sich nach übereinstimmenden Angaben der Nachrichtenagentur AP und des US-Fernsehsenders Fox News um den Major Malik Nadal Hasan. Er sollte offenbar demnächst in den Irak oder nach Afghanistan entsandt werden und war darüber aufgebracht. Das wurde jedoch zunächst nicht offiziell bestätigt.
Die Männer schossen den Angaben der Streitkräfte zufolge an mindestens zwei verschiedenen Orten auf dem weiträumigen Militärgelände um sich. Über den genauen Ablauf gab es zunächst noch teils widersprüchliche Berichte. Als sicher gilt, dass die Schießerei gegen 13.30 Uhr in einem Gebäude begann, in dem Soldaten vor einem Einsatz oder nach der Rückkehr medizinisch untersucht werden. Schauplatz der zweiten Schießerei soll ein Theater auf dem Militärgelände gewesen sein, in dem laut einer Gewährsperson gegen 14 Uhr eine Abschlussfeier stattfinden sollte. Einer der Täter hatte sich nach Angaben des US-Fernsehsenders MSNBC zwischenzeitlich im Einkaufszentrum auf dem Gelände verschanzt haben. Die Militärpolizei soll das Gebäude daraufhin umstellt haben. Wie es weiter hieß, waren die Schützen mit M-16-Gewehren ausgerüstet und trugen militärische Kleidung.
"Schockiert über diesen Ausbruch von Gewalt"
US-Präsident Barack Obama äußerte sich in Washington entsetzt über die Bluttat. Nach Angaben des Weißen Hauses war er umgehend über die Schießerei unterrichtet worden. Im Fernsehen sprach Obama von einem "schrecklichen Gewaltausbruch" und drückte den Angehörigen der Opfer sein Mitleid aus. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama. "Es ist schwierig genug, wenn wir diese mutigen Amerikaner in Kämpfen in Übersee verlieren. Es ist schrecklich, dass sie hier auf einer Basis in den Vereinigten Staaten unter Beschuss kommen."
"Wir beten alle für die Verletzten und hoffen, dass sie rasch und vollständig genesen", sagte US-Vizepräsident Joe Biden, der die Schießerei eine "sinnlose Tragödie" nannte. Die texanische Senatorin Kay Baley Hutchison sprach von einer "willkürlichen, sinnlosen Gewalttat". Sie sei "schockiert über diesen Ausbruch von Gewalt".
Der gesamte Stützpunkt wurde nach den ersten Schüssen sofort abgeriegelt. Sirenen heulten, und die Menschen auf der Basis wurden aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen. 500 Militärpolizisten durchkämmten das Gebiet. Die Verletzten wurden zum Teil mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Eine Klinik rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf. Zu den Toten zählt nach Medienberichten auch ein ziviler Polizist. Alle Opfer seien Erwachsene. In ersten Berichten hatte es geheißen, auch ein Kind sei ums Leben gekommen. In Texas wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Im Washingtoner Abgeordnetenhaus gab es eine Schweigeminute.
Eine der größten Militärbasen der Welt
Fort Hood zählt zu den größten Militärbasen der Welt (siehe Karte links). Die US-Army hat auf dem Stützpunkt im Süden des Bundesstaates Texas rund 45.000 Soldaten stationiert. Fort Hood ist Heimat mehrerer Armee-Einheiten, darunter der 1. Kavalleriedivision und der 4. Infanteriedivision.
Namensgeber für den Militärstützpunkt ist der frühere Konföderierten-General John B. Hood (1831-1879). Das Camp hatten die Amerikaner im Jahr 1942 eingerichtet und ständig erweitert. Neben Kasernenbauten und Übungsgelände umfasst das Areal unter anderem auch Wohnhäuser für Soldatenfamilien und Zivilpersonen, eine Schule, ein Postamt und Freizeiteinrichtungen. Auf dem Stützpunkt befindet sich auch ein Behandlungszentrum für Soldaten, die sich bei Militäreinsätzen posttraumatische Stress-Erkrankungen zugezogen haben.
- - - - -
Bisher keine Rede von Killerspielen...
Wir sprechen hiermit unser herzliches Beileid für alle Beteiligten und Opfer aus
KSS
http://www.killerspiel-spieler.com
Quelle: spiegel.de
|
|
06.11.2009 - 00:12 von KSS-Admin |
|
|